Kurz nachgefragt in der Schweiz

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Poker ist in der Schweiz außerhalb der Casinos verboten, es sei denn, man spielt im Freundeskreis oder nicht um Geld. Das bedeutet, drei Freunde könnten in einem Lokal (wenn der Inhaber dies zulässt) um einen Geldbetrag spielen, sofern sie klar zum Ausdruck bringen, dass dies eine private Spielrunde ist. Gekennzeichnet kann das durch ein großes Schild (auch handgemalt) mit der Aufschrift: „Dies ist kein öffentliches Pokerspiel!“ werden.

Nachdem das Parlament Ende September 2012 den Bundesrat mit der Gesetzesänderung beauftragt hat, präsentierte dieser am 30. April 2014 seinen ersten Entwurf. Selbstredend mit Einschränkungen. So ist eine begrenzte Spielerzahl sowie ein maximales Buy-in für Turniere geplant. Für diese Begrenzungen gibt es indes noch keine Vorschläge oder Ideen. Diskutiert wird ein Einsatzlimit zwischen 20 CHF (Wunsch Casino-Verband) und 500 CHF (Pokeranbieter). Falls der Antrag angenommen wird, wird man sich auf einen Kompromiss zwischen 200 und 300 CHF einigen. Auch Suchtprävention enthält der Entwurf, wobei auch hier noch keine Regelung durchdacht wurde. Der Entwurf sieht auch vor, dass nur jene Casinos, welche eine Voll-Casino-Lizenz haben, auch Online-Spiele anbieten dürfen. PokerStars bliebe für die Schweizer gesperrt. Im Idealfall wird es Anfang 2015 eine Erleichterung für Live-Poker in der Schweiz geben. Im schlimmsten Fall ab 1. Januar 2018. Aber eine Änderung muss kommen!

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