Mit Reads und Tells zum Runner-up bei der IPO Dublin

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Mit einer Onlinequalifikation für das IPO Main Event fing alles an. Für Christian Böcher stand fest, dass er sich vorbereiten wollte. Er hatte bereits in anderen Turnieren auf das Verhalten der Spieler geachtet, erst eine Freundin machte ihn jedoch auf www.mypokertells.de aufmerksam. Kaum hatte er sich das erste Video auf der Webseite angesehen, war ihm klar, dass es ein wesentlicher Vorteil sein würde, seine Gegner am Tisch lesen zu können. Uns gegenüber erwähnt er, dass ihm das Videomaterial deutlich mehr gebracht habe als die Bücher, die er davor zum Thema gelesen hatte.
Die Theorie wurde anhand der Videos anschaulicher und konnte auch sofort verstanden werden.

In Dublin angekommen war das erste Zwischenziel für Christian, gut durch Tag eins zu kommen und sich für den zweiten Tag zu qualifizieren. Der Tag verlief dann auch ziemlich gut, Christian fühlte sich wohl und hatte auch das nötige Quäntchen Glück, zum Beispiel als er in einer frühen Phase des Turniers auf dem Button Könige hielt und nach Raise, 3- und 4-Bet gegen den Smallblind schlussendlich alles reinging. Der Gegner hatte unglücklicherweise tatsächlich die Asse, doch der Pokergott meinte es gut mit Christian: Gleich am Flop zeigte sich ein König, sodass er seinen Stack verdoppeln konnte.

11059775_10206598293709434_2988895348412125412_nNach und nach hatte Christian dann auch die nötigen Reads auf seine Gegner: Ein Anheben der Augenbrauen, ein Herumkauen auf der Unterlippe oder ein wandernder Blick nach einem Raise gaben ihm die Informationen, die er brauchte, um nicht nur seine Karten, sondern auch seine Gegner auszuspielen. Chris hatte seinen Tisch unter Kontrolle. Nach elf Stunden Poker an Tag eins war das Minimalziel erreicht: Christian konnte als Siebtplatzierter seine Chips für Tag zwei eintüten und rangierte damit in den Top Ten. Das nächste Ziel hieß dementsprechend: ITM. Knapp 300 Plätze waren also zu überstehen.

Christian konnte sich auch an Tag zwei nach vorne arbeiten und profitierte weiterhin von seinen erlernten Fähigkeiten im Lesen von Mimik, Tells und Körpersprache. Indem er das Verhalten seiner Gegner richtig deutete, gelangen ihm einige schöne Moves, auch wenn er mal kartentot war und etwas versuchen musste.

Ein Beispiel dafür war folgende Hand:
Nachdem alle gefoldet hatten, openraiste Christian vom Button mit A8os. Der Smallblind wartete kurz und antwortete mit einer 3-Bet. Vermutlich war er der Meinung, Christian würde hier mit einer breiten Range openraisen. Fold vom Bigblind. Christian versuchte an Informationen zu gelangen, indem er dem Gegner geschickt Fragen stellte, um bei den Antworten einen möglichen Mikroausdruck auf dem Gesicht des Gegners auszumachen. Auf die Frage, was sein Gegner denn noch an Chips habe, konnte Christian recht deutlich den Ausdruck der Verachtung auf dessen Gesicht erkennen. Grund genug, dies als Schwäche zu interpretieren und all-in zu pushen. Fold vom Smallblind und die Chips wanderten wieder einmal zu Christian. Nice Read, Sir. Nach weiteren 14 Stunden ging Tag zwei zu Ende und Christian lag gut im Rennen. Allerdings hatte er diesen Run so nicht erwartet und für den Nachmittag von Tag drei eigentlich schon seinen Rückflug gebucht.

12191830_10156084845640562_578451748749312462_nPünktlich um 12 Uhr wurde Tag drei gestartet. Christian wollte erstmal abwarten, wie die ersten beiden Stunden verlaufen würden, um dann eine Entscheidung hinsichtlich des Rückflugs zu treffen. Diese fiel dann relativ schnell, da er wieder sehr gut unterwegs war. Er ließ den Flug sausen und da FullTilt ihm für eine Nacht ein Zimmer im Regency Hotel zur Verfügung stellte, konnte er sich weiter voll und ganz auf sein Spiel konzentrieren. Christian bedankt sich auch auf diesem Weg bei den Verantwortlichen von FullTilt Poker für diese schöne Geste.

Wichtigen Rückhalt bekam Chris in den Spielpausen, in denen er sich mit seiner persönlichen mypokertells.de-Begleitung austauschte, sich die Tells auf seine Gegner bestätigen lassen konnte und weitere wertvolle Tipps erhielt. All das gab ihm die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Er konnte sein Spiel weiter durchziehen und des Öfteren die hohen Blinds und Antes eines Spielers zu seiner Linken stealen, der bei jeder Art von Anspannung auf seiner Lippe kaute, was Christian als Zeichen von Schwäche ausmachen konnte.

„Prince Harry“, wie Christian aufgrund seiner leichten Ähnlichkeit mit dem britischen Thronfolger von den Railbirds genannt wurde, setzte seinen Weg fort und kletterte unaufhaltsam die Geldränge hoch, schickte mit drei weiteren Spielern Alan White an die Rails und stand somit im Heads-up. Hier traf er auf Konrad Swinarski, einen eher unscheinbaren älteren Herrn, den eigentlich niemand so recht auf dem Schirm hatte. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass Konrad ein hervorragender Spieler war und in Sachen Tells nicht nur absolut fit war, sondern sämtliche Techniken zudem besser als Christian beherrschte. Der Kerl hatte es einfach drauf.

So gelang es Konrad dann auch, das Heads-up sehr trickreich für sich zu entscheiden. Zu Recht, wie Christian, keinesfalls enttäuscht über den zweiten Platz, auch neidlos anerkannte. Im Gegenteil, er fand darin einen weiteren Anreiz, sein Wissen um Tells zu verbessern, um zukünftig gegen starke Gegner wie Konrad noch besser gerüstet zu sein.

Christian bedankt sich auch ganz herzlich bei Guy Overmann, dem Gründer und Inhaber von www.mypokertells.de, für die Unterstützung, das Coaching und alle Fähigkeiten, die er anhand der Videos auf seiner Seite erlernen konnte.

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