Club7Poker – Keine Erfolgsgeschichte

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2010 eroberte ein neuer Online-Room vor allem die deutschsprachige Pokercommunity im Sturm. Club7Poker legte einen grandiosen Start hin, um nur zwei Jahre später den prognostizierten Online-Tod zu sterben. Von 0 auf 220 in 3 Sekunden und dann ungebremst gegen die Wand.

Online-Turniere, Pro-Team inklusive Ex-Fußball Profi Toni Polster, eine eigene VIP Lounge in Wien, wo die höchsten Cashgames gespielt wurden, eine Live-Tour durch die Concord Card Casinos und auch Rekordevents gemeinsam mit der Poker-Bundesliga. Alles sah danach aus, als würde die Online-Landschaft um einen Giganten reicher. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Spekulationen über Multi-Level-Marketing und Pyramidenspiel ließen das Vertrauen in Club7Poker schneller schwinden, als manch eine Champagnerflasche geleert werden konnte. Die offenen Rechnungen wurden immer mehr und schließlich drehte das Merge-Netzwerk im Oktober 2012 die Server ab. Die Spieler erhielten nach und nach ihr Geld zurück, aber einmal mehr sorgte der Niedergang eines Anbieters dafür, dass das Vertrauen in die Online-Pokerwelt schwand.

Der ein oder andere hat mit Club7Poker noch immer eine Rechnung offen, aber eine Begleichung wird es nicht geben. Präsentierten sich die Verantwortlichen früher gerne im strahlenden Scheinwerferlicht und vermittelten Glanz und Gloria, scheut man nun die Öffentlichkeit und verkriecht sich lieber in Hotelzimmern, um im Fahrwasser von anderen Erfolgsprodukten hie und da ein paar Euro abzukassieren. Der von Club7Poker angerichtete finanzielle Schaden mag zwar überschaubar sein, der Imageschaden ist es nicht. Die Pokerwelt vergisst manchmal, aber verziehen wird nie.

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