Epic Poker League – ein epischer Fail

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Die Pläne von Annie Duke, Jeffrey Pollack und Matt Savage waren groß. Die Epic Poker League sollte ein Turnier für die Elite der Pokerspieler werden. Eigene Rankingsysteme, die einen Zugang zu den Turnieren gewährten, Buy-ins von 20.000 Dollar aufwärts und ein grandioses Freeroll mit 1.000.000 Dollar Preispool. Was 2011 unter vielen kritischen Blicken im Palms begann, endete ein Jahr später im Konkurs. Nur drei Events waren gespielt worden, die positive Resonanz bei den Spielern war so klein wie der Schuldenberg groß war. Fast acht Millionen Dollar an Außenständen hatten sich in einem Jahr angehäuft, der Weg in die Insolvenz war unausweichlich. Kritiker fühlten sich darin bestätigt, dass Poker ein Sport für alle und nicht nur für ein bestimmtes Klientel sei. Annie Duke wurde zur Geächteten, während Matt Savage und Jeffrey Pollak aus der Angelegenheit unbeschadet rauskamen.

Obwohl kaum einer mehr einen Gedanken an die Epic Poker League verschwendet, so war doch nicht alles schlecht, was ihr entsprang. Im Zuge des Konkursverfahrens wurde die Heartland Poker Tour verkauft und etablierte sich als beliebte Pokertour in den USA. Weltweit bekannt und auf dem Vormarsch ist außerdem der Global Poker Index. Was damals als Qualifikationssystem für die Epic Poker League diente, ist heute das relevanteste und anerkannteste Ranking.

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